Wann wird ein EKG gemacht?

Im Elektrokardiogramm können Störungen des Herzrhythmus und der Erregungsausbreitung im Herzen erkannt werden. Daraus kann man dann Rückschlüsse auf Erkrankungen und Umstände ziehen, die entweder unmittelbar das Herz betreffen oder aber dessen Funktion beeinträchtigen. Dazu gehören:

  • Herzrhythmusstörungen wie zum Beispiel Vorhofflimmern, zu langsamer Herzschlag (Bradykardie) oder Herzstolpern (Extrasystolie)
  • Herzinfarkt
  • Koronare Herzerkrankung
  • Herzmuskelentzündung (Myokarditis)
  • Herzbeutelentzündung (Perikarditis)
  • Bestimmte Störungen des Elektrolythaushalts wie etwa ein Kaliummangel
  • Verdickungen der Herzwand, übermäßige Belastungen des rechten oder linken Herzens
  • Überdosierungen einiger Medikamente
  • Manche Lungenerkrankungen, beispielsweise die Lungenembolie


Bei all diesen Erkrankungen hilft die Elektrokardiografie auch dabei, den Verlauf zu kontrollieren und zu prüfen, wie gut eine Behandlung anschlägt. Zudem ist das Ruhe-EKG auch ein Bestandteil bei der Vorbereitung auf Operationen sowie bei Routineuntersuchungen, also Gesundheits-Checks.

Quellen:

1. Herold G: Innere Medizin 2013, Köln Selbstverlag
2. Berufsverband Deutscher Internisten. Online: www.internisten-im-netz.de (Abgerufen am 24.7.2013)
3. Wonisch M, Berent R, Klicpera M et al.: Praxisleitlinien Ergometrie. In: Journal für Kardiologie 2008, 15: 3-17
4. Ohly A: EKG endlich verständlich. München Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH 2008

Die Elektrokardiografie, kurz EKG, stellt die elektrischen Vorgänge im Herzmuskel grafisch dar. Das ermöglicht dem Arzt vielfältige Rückschlüsse auf die Herzfunktion.

Das EKG liefert Hinweise auf verschiedenste Herzerkrankungen, angefangen von Herzrhythmusstörungen über die Herzmuskelentzündung bis hin zum Herzinfarkt.
Das normale Ruhe-EKG wird meist im Liegen, manchmal auch im Sitzen angefertigt. Dabei werden in der Regel insgesamt zehn Elektroden am Körper befestigt: Jeweils eine an jedem Arm und Bein – die so genannten Extremitätenableitungen – plus sechs weitere an festgelegten Punkten auf dem Brustkorb, die Brustwandableitungen. Ein Gel verbessert den Kontakt zwischen Haut und Elektroden. In meiner Praxis  setze ich moderne Saugelektroden ein, die durch einen schwachen Unterdruck einen besseren Hautkontakt aufweisen. Das anschließende Schreiben des EKG dauert meist nicht einmal eine Minute. Nach der Ableitung folgt dann die Auswertung des Elektrokardiogramms.

Es gibt auch Computerprogramme, die das EKG auswerten. Sie können den Arzt bei der Beurteilung zwar unterstützen, aber nicht ersetzen.

Beim Langzeit-EKG bekommt der Patient ein kleines, tragbares EKG-Gerät, das seine Herzstromkurve kontinuierlich registriert, meist über 24 Stunden, manchmal auch über 48 oder mehr Stunden. In meiner Praxis ist eine EKG-Aufzeichnung über 7 Tage (sog. Multi-Day-EKG) möglich. Die Messdaten werden dann am Computer ausgelesen und anschließend  ausgewertet. Das Langzeit-EKG dient hauptsächlich dazu, Herzrhythmusstörungen zu entdecken, die nur vorübergehend auftreten– und deshalb im vom normalen EKG erfassten Zeitraum möglicherweise nicht vorkommen. Im Untersuchungszeitraum protokolliert der Patient seine Aktivitäten und auftretende Beschwerden. Dadurch lassen sich Auffälligkeiten im EKG mit entsprechenden Ereignissen – beispielsweise sportlicher Aktivität – in Zusammenhang bringen.

Das Belastungs-EKG wird rein technisch genauso geschrieben wie ein Ruhe-EKG. Der Unterschied ist, dass sich der Untersuchte während der Messung auf einem sogenannten Ergometer körperlich anstrengt. Die Belastung passt der Untersucher individuell an, abhängig von Alter und Fitness des Patienten, und erhöht sie stufenweise nach einem festgelegten Schema. Während der Belastung und anschließenden Erholung wird  sowohl die Herzstromkurve als auch Blutdruck und Puls beobachtet. Sinn und Zweck des Belastungs-EKG ist, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkennen, die sich erst bei körperlicher Anstrengung bemerkbar machen. Also beispielsweise Durchblutungsstörungen an den Herzkranzgefäßen (koronare Herzkrankheit) oder eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Außerdem lässt sich mit dieser Form der Elektrokardiografie die momentane körperliche Leistungsfähigkeit ermitteln, bei Gesunden wie bei Kranken.

 

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Michael Mirkin
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
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